Definition Hydro

Definition Hydro

Definition

Methodische Anwendung des Wassers in seinen verschiedenen 1Aggregatzuständen und Temperaturen zu diätetischen, therapeutischen und prophylaktischen Zwecken.

1 fest (Eis), Wasser, Dampf

* (niemals kalt auf kalt)

Wirksame Faktoren bei der Therapie

1. Temperatur
- wirkt auf alle Funktionen des menschlichen Körpers ein
- besonders betroffen, Wärmeregulation und das Gefäßvolumen

2. hydrostatischer Druck (statisch - ruhend)
- beeinflusst messbar Kreislauf und Atmung

3. Auftrieb
4. Reibungswiderstand des Wassers
5. mechanische Faktoren
6. chemische Faktoren



►  Temperatur

10 – 15 °C sehr kalt
16 – 25 °C kalt
26 – 30 °C kühl
31 – 33 °C lau
34 – 35 °C indifferent
36 – 38 °C warm
38 – 39 °C sehr warm
40 – 45 °C heiß

47 °C Toleranzgrenze
46 – 47 °C Schlamm
51 – 52 °C Paraffin



Thermorezeptoren

- die Kälterezeptoren haben ihr Erregungsmaximum zw. 17 – 36 °C
- Wärmerezeptoren zw. 40 – 47 °C
- es gibt 8 x so viele Kaltrezeptoren wie Warmrezeptoren



- die Käterezeptoren haben A-Fasern (markarm), C-Fasern (marklos)
- die Wärmerezeptoren haben nur C-Fasern (marklos)

- durch Menthol werden Kälterezeptoren chemisch stimuliert
- Wärmerezeptoren z. B. durch Pfeffer, Peperoni
Abhängigkeit von Temperaturempfindung

a) Reizfläche
b) Temperaturänderung
 (z. B. im Sommer Hitze und dann Baden im kalten Wasser)
c) Persönliche Tagesform
d) Dauer der Anwendung
e) Qualität des Wärmeleiters
(ein guter Wärmeleiter gibt seine Temperatur schneller an den Körper ab, Wasser ist ein
besserer Wärmeleiter als Luft)
f) Tageszeit
g) Jahreszeit

34 – 35 °C Indifferenzbereich
die Empfindung warm/kalt wird von den entspr. Rezeptoren nicht als Reiz empfunden.
Indifferenztemperatur = Behaglichkeitstemperatur
subjektiver Indifferenzbereich

Abhängigkeit der Hauttemperatur

a) von der inneren Wärmeproduktion
(Muskelzittern, durch die Stoffwechselfunktion der Organe)
b) Eng- oder Weitstellung der Hautgefäße zur Wärmeabgabe
(z. B. Füße oft kälter als der Rumpf)
c) Konstitutionstypen (siehe Zeichnung oben)
d) Tages oder Jahreszeit
d) anstrengende / viele Muskeltätigkeit
f) Fieber
g) mechanische Faktoren
z. B. im Wasser, ruhiges / stilles Wasser à kälter als mit Wellen
chemische Faktoren
z. B. CO2 – Bäder werden wärmer empfunden als gleichtemperierte Wannenbäder