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UWM

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Verfahren:

a. Umwälzungsverfahren
b. Zusatzverfahren
c. Saugverfahren



a. Temperatur des Badewassers und des Druckstrahls identisch. Die Druckstärke ist regulierbar. Es gibt verschiedene Düsen für das Schlauchende.

b. Wassertemperatur zusätzlich regelbar, gut aber zu teuer.

c. ein Vakuum wird erzeugt – Haut und Muskulatur werden in der Saugglocke angesaugt.



Allgemein:

1. Die Wanne muss 600 l fassen, Länge 2 m, 0.9 m breit, 0.6 Tiefe, Wassertemperatur = indifferent bis mild warm (36) Druckstrahl 0,5 – 2,5 bar.

2. Wirkung= mechanische Wirkung, eine praktisch schmerzlose Tiefenauflockerung bei einem Druck von 1,5 bar und entsprechender Düse.

3. Temperatur als wirksamer Faktor: Muskulatur entspannt im warmen Wasser maximal, der Druckstrahl kann so tiefer eindringen.

4. Auftrieb: Tonusminderung der Muskulatur.

5. Hydrostatischer Druck: Förderung des venösen Rückstroms und entstauende Wirkung auf die Körperdecke.

6. Achtung: Herzpatienten und Asthmatiker.

7. Arbeitsabstand 10 – 12 cm

8. Düsendurchmesser 7 – 11 mm, allg. besser eine weitere Düse wählen, bestimmte Pat. mit der Harft’sche Regendrüse.

9. Anpassungszeit: anpassen an den Patienten, ca. 5 min.

10. Massagedauer: 20 min, danach kalt abduschen.

11. Nachruhe 30 min.



Indikationen:

Schmerzhafte Muskelverhärtung, Kontrakturen, Parese (Lähmung), mit Durchblutungsstörungen, Hauterkrankungen, Patienten mit Funktionsstörung innerer Organe.
Bei Hypertonus – härterer Strahl, langsam steigern, erst schwach
bei Myogelosen – eine enge Düse, größerer Druck
vor dem Strahl mit der Hand herpalpieren
bei schlaffen Lähmungen nie zulange im warmen Wasser liegen lassen

Obstipation (Verstopfung) -> Verarbeitung der Lenden/ Kreuzbeingegend, Gesäßmuskel, Tractus iliotibialis, Innenseite der Oberschenkel, Bauch.

Achtung: Verarbeitung der Kreuzbeingegend – darf nicht bei schwangeren Frauen durchgeführt werden!


Allgemeine Wirkungen von Kälte und Wärme auf den Menschen 19.11.2009



Kälte Wärme
- Energie á d. Verbrennung / besonders bei
» Kalorienbedarf á » ATP, Glucose, Körpertemperatur
(Fette) Blutzuckerspiegel á
Blutzuckerspiegel â H2O-Verlust durch Schwitzen
- vermehrte H2O –Ausscheidung Viskosität á
über die Niere
» Hypophyse – Nebenniere á Anstieg von Acetylcholin
- Ödeme 9 Muskulatur schneller erregbar
- Viskosität = Blut wird zähflüssiger 9 Wirkung auf das Gefäßvolumen
- Anstieg von Adrenalin - Anstieg von Noradrenalin
» Einfluss auf das Immunsystem » Einfluss auf das Immunsystem



Kneipp’sche Güsse werden als Kalte oder Wechselgüsse angewendet, weil der Temperaturreiz hierbei größer ist, als bei einer heißen Anwendung. Bsp.- Indifferenztemperatur 34 °C – 35 °C, kalter Guss mit 10 °C = 24 °C Temperaturdifferenz – großer Reiz.

Anwendung von heißem Wasser, 34 °C + 24 °C = 58°C
Bei einem gleichgroßen Reiz (24 °C) wäre der Patient verbrannt.

Heute wendet man nur noch Überwärmungsbäder oder Schwitzverfahren/Sauna, wärmestauende Wickel um den Stoffwechsel anzuregen.





Gefäßreaktion

Allg. gilt für den Reaktionsweg
1. der Reiz trifft auf die
2. auf die Hautgefäße
3. Weiterleitung auf nervösem Weg zu tiefer liegenden Organen und Gewebeschichten
4. Reaktion tritt ein






A) bei Wärme
26.11.2009
I. Allgemein: Vasodilatation



II plötzliche Hitze: 1. Konstriktion
2. Vasodilatation
= reaktive Hyperämie (gesteigerte Durchblutung)

III allmählich einschleichende Wärme:
1. primäre Gefäßreaktion bliebt aus
2. Vasodilatation
3. Wärmeeinwirkung über längere Zeit
» Gefäßtonus sinkt
» Es folgt eine starke Hyperämie und eine Volumenzunahme des erwärmten Körperteils
» die Erregbarkeit der motorischen Nerven und Muskelfasern sinkt als Folge der langen
Wärmeeinwirkung
» der Tonusverlust und der Erregbarkeitsabfall kann bis zu einem gewissen Grade durch anschließende kalte Güsse oder ähnliches wieder ausgeglichen werden
Bsp. Sauna oder auch UWM





B) bei Kälte

I. Allgemein: Vasokonstriktion
bilden eines Schutzmantels nach außen zur Drosselung der Wärmeabgabe und verringern des Eindringens von Kälte.

II plötzliche Kälte: 1. Vasokonstriktion: ist von einer Kälteempfindung begleitet
2. Vasodilatation
= reaktive Hyperämie

Nachlassen der Kälteempfindung, manchmal ein gewisses Wärmegefühl.

Die Vasokonstriktion ist kräftiger und hält länger an als Wärmeanwendungen

III allmählich einschleichende Kälte:

1. Vasokonstriktion
2. livide Verfärbung der Haut
3. relative Wärmeempfindung weicht einem erneuten Kältegefühl, zweiter Frost

IV sehr lange anhaltende Kälte:

1. Gefäßkrampf
2. wächserne Blässe (Leichenblässe) zuerst an den Fingern und Zehen








Konsuelle Gefäßreaktion
3.11.2009

Die Gefäße der nicht behandelten Seite reagieren gleichmäßig mit denen der behandelten, die Reaktion erfolgt abgeschwächt. Ausbreitung der Gefäßreaktion über den gesamten Körper und segmental angewandt zu den dazugehörigen inneren Organen z. B. warmes Fußbad. Wärme breitet sich im ganzen Körper aus.
Paradoxe Gefäßreaktion, kranke, organisch veränderte Blutgefäße, die ihre Elastizität verloren haben reagieren auf plötzlich angewandte Kälte oder Hitze mit einer Vasokonstriktion ohne nachfolgender Vasodilatation, es kann evtl., zu einem Gefäßkrampf kommen, der sich nur langsam wieder löst, Gefahr der Gangrän (Gewebsbrand)

Bei Elastizität: Verformung ist ohne erneute Krafteinwirkung reversibel.

In der Plastizität Verformung nur mit erneuter Krafteinwirkung umkehrbar, abgesehen davon irreversibel.



Kontraindikationen

Anwendung von Wechselgüssen oder kalten Bädern oder plötzlicher Kälte oder Hitze bei Diabetiker, Arteriosklerotischen oder Angiospastischen.
Raucher, Diabetiker, bei Menschen mit Bewegungsmangel.

Indikation bei diesen Patienten, langsam ansteigende mäßig warme Teilbäder, evtl. auf der anderen Seite bei bereits bestehender Gangrän.



Ganzkörperbehandlung
z.B. warmes Vollbad
1. Erwärmen der gesamten Hautoberfläche
2. alle oberflächlichen Gefäße erweitern sich
3. das Blut fließt zur Körperschale (Oberfläche)
4. das Blut wird den inneren Organen und den großen Blutspeicher entzogen
5. Gefahr des Blutdruckabsinkens -> Kollaps



Ganzkörperbehandlung bei Kälte
Mehrdurchblutung der inneren Organe
Abkühlung der gesamten Hautoberfläche
Therapeutischer Nutzen, Umlenken des Blutes von außen nach innen

Wirkung auf Herztätigkeit und Blutdruck (RR (Riva-Rocci))

1) auf Herz
örtliche Wärme: beeinflussen den Herzschlag kaum
allgemeine Wärme: beschleunigt den Puls, umso mehr, je länger und je heißer
z.B. Heißvollbäder, Dampfbäder

örtliche Kälte: eher kühl, wirkt beruhigend auf die Herztätigkeit, bei Applikation auf die Herzgegend -> wird etwas langsamer.

Ähnlich Wirkung bei kaltem Übergießen der Arme, des Gesichts, des Nackens und der Halsschlagadergegend.



Anwendung bei Erregungszuständen und Herzbeschleunigung.

! Achtung bei Erkrankung der Herzkranzgefäße, Gefahr eines Angina pectoris-Anfalls.
Ein ganz kräftiger Kältereiz im Gesicht oder anderer warmer Kreislaufregionen bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz.

Allgemein großflächige Kälteanwendungen beruhigen und verlangsamen die Herztätigkeit.